Australien – zu viel Land für nur einen Monat

Australien in einen einzigen Beitrag zu packen, ist, als würde man Mitteleuropa zusammen fassen wollen. Ich tue es trotzdem!

Hatte am 1. Tag gleich noch gut 10 Stunden Aufenthalt in Sydney. Ein Traum. Der erste Anblick der Harbour Bridge ist unvergesslich. Hatte auch noch ein wenig Zeit „the Rocks“ zu erkunden und mich nach einem guten Platz für Silvester umzuschauen. Abends gabs dann noch einen 5 Stunden Flug nach Perth. Was für ein Horror, nachdem ich am Morgen erst aus Bangkok angekommen bin.
Bei der Einreise kam auch erstmal noch der Seuchenschutz an Bord um einen Passagier zu untersuchen, der sich nicht gut fühlte. Hatte am Vormittag auch etwas zu kämpfen. Aber eine Ansage im Flugzeug ala „Keine Sorge, offenbar war nur das Ei, das 50% von Ihnen zum Frühstück hatten verdorben“ wäre wohl auch zu viel gewesen….

Perth
Perth ist hübsch. Unspektakulär aber hübsch. Es gibt genug zu tun, um auch länger zu bleiben. Nur machen die Einheimischen nichts davon. Wann immer ich berichtet hab, wo ich war, hieß es: Da war ich noch nicht. Auch die Ladenöffnugszeiten sind nach Asien äußerst gewöhnungsbedürftig.
Dennoch für mich in Westaustralien noch das Highlight.

Margerete River
Der Tag der Ankunft war super langweilig. Der Strand ist viel zu weit weg und Geschäfte haben ab 5 Uhr nachmittags geschlossen.
Die Natur ist aber überwältigend, wie ich am nächsten Tag erfahren durfte.
Australier sind mir trotzdem zu relaxt. Habe am Tag vor meiner Abfahrt angesagt, dass ich um 8 auschecken muss um den Bus zu bekommen. Antwort war: No Pronlem. Um 8:20 Uhr war immer noch niemand an der Rezeption. Frühes Auschecken hat bisher überall geklappt. Und in Australien bekommen sie es nicht hin?!

Esperance
Aus irgendeinem Grund brauchen die Orte hier Zeit. Bin angekommen und hätte sofort wieder abfahren können. Nach 2 Tagen bin ich aber so weit zu sagen, dass es ohne weiteres auch mehr hätten sein können.

West Australien ist zum Herumreisen im Allgemeinen äußerst ungeeignet. Die Busverbindungen sind schlecht. Wenn man Glück hat, fährt ein Bus am Tag. Alles ist aber drauf ausgerichtet nach Perth zu kommen. Züge gibt es fast gar nicht.

Melbourne
Melbourne war ein echter Lichtblick. Die Stadt ist schön und aufregend. Eine Mischung aus 200 Jahre alten Gebäuden und modernen Wolkenkratzern, dazu Streetart wie in Berlin und den Strand. Der perfekte Ort für Weihnachten. Zumal ich am 24. auch noch eine Tour entlang der Great Ocean Road gemacht hab. Unvergesslich! Und für mich die schönste Küste Australiens. Die Tour war leider ein wenig gehetzt, aber haben super viel gesehen. Es gibt dort noch sehr viel mehr als die 12 Apostel, wenn es auch eines der Highlights war.

great-ocean-roade

Melbourne am 25.12. ist fast wie leer gefegt. Eine Stadt mit jeder Menge 24/7 Shops ist kollektiv geschlossen. Dafür ist der Strand überlaufen. Mit Menschen, mit ihren Grills, ihren Campingstühlen und teilweise mit ihren Weihnachtsbäumen. Echt schräg. Hab aber mit dem Wetter auch echt Glück gehabt. Am 23. gabs noch Regen und 18 Grad.

Sydney
Zurück nach Sydney. Sydney ist noch einmal ganz anders als Melbourne. Täte mich schwer zwischen eine der beiden Städte wählen zu müssen. Das spricht im Zweifelsfall für beide Städte. In Sydney ist immer etwas zu tun. Trotzdem war ich hier was meine Tagesplanung betraf sehr entspannt. In einer Woche schafft man einfach so viel, auch wenn man mal ausschläft. Musste meinen Tagesrhythmus eh etwas verschieben, damit ich Silvester nicht um 23 Uhr ins Bett gehe.

In Sydney kann man richtig viel Geld ausgeben, weil einfach so super viel angeboten wird. Andererseits kann mann so viel auch kostenlos machen.

Sydney hat sich für mich als sehr kommunikativ erwiesen, aber wahrscheinch lernt man bei einer Woche Aufenthalt einfach zwangsweise den ein oder anderen kennen.

Negativer Höhepunkt der Reise: Wurde im Hostel gesiezt!

Silvester: Alle warten nur darauf, dass der Nachmittag kommt um irgendwo hinzugehen, wo man wieder wartet. Hab gegen 3 Uhr unter der Brücke gesessen. Einige der Leute, die vor mir da waren, haben dort übernachtet. Ab 5 setzte dann der Regen ein. Zum Glück nur ein kleiner Schauer. Das hätte sonst auch ziemlich in die Hose gehen können. Ab 6 gabs dann Programm und um 9 ein kleines „Familienfeuerwerk“. Das Feuerwerk um Mitternacht war aber unschlagbar. Ich weiß nicht, ob ich schon einmal so ein Feuerwerk gesehen hab!

 sydney-silvester

 Nach Silvester war die Luft etwas raus, kam aber im Cairns direkt wieder.

Cairns ist ganz anders, als alles zuvor. Sehr tropisch. Ja, es gibt eine Regenzeit in Australien. Nur setzt die aus, wenn ich da bin. Der Regenwald war hier sehr viel gemäßigter und kontrollierter als z.B. in Indonesien, daher war das nicht so richtig aufregend. Die Natur hat aber viel schönes zu bieten.

Richtig aufregend war dafür das Great Barrier Reef. Ich bin ja nicht so der Wassertyp, aber das hat sogar mich gefangen. War anfangs noch etwas nervös, da meine bisherige Schnorchelerfahrung doch sehr gering war. Hab zudem den 1. Hai schon gesehen, bevor ich selbst ins Wasser gegangen bin. Sobald ich ins Wasser eingetaucht bin, war die Nervosität aber wie verflogen. Hab sogar das tolle Buffet beinahe ignoriert, weil ich nicht aus dem Wasser kommen wollte. Eine unglaubliche Erfahrung!

 great-barrier-reef

 

Gold Coast
Surfers Paradies war für mich ein guter Ort um die letzten Wochen etwas zu verarbeiten und mich auf Neuseeland einzustellen. Wahrscheinlich war hier nicht mehr zu tun als zuvor in Western Australier. Aber hier war die richtige Zeit zum Entspannen, daher fand ich es hier schon ganz schön.

surfers-paradies

Es gibt hier einen recht abgefahrenen Nachtmarkt und den größten Pubcrawl, den ich je gesehen hab, zudem jede Menge Freizeitparks, von denen ich aber keinen besucht hab.

Ziemlich erlebenswert ist das 7D Kino. Ein Bisschen wie ein Flugsimulator mit 3D Leinwand und zusätzlichen Effekten, wie Wind und Sprühwasser. Die Filme gehen nur knapp 10 Minuten, es lohnt sich aber reinzugehen.

Abschließendes:
Australien ist schon ganz schön, vor allem landschaftlich. Die Kultur ist aber kaum interessant, wenn man nicht gerade in eine Region mit großem Aboridginee Anteil reist. Kulinarisch ist das Land eher mit England vergleichbar. Von der Architektur, ganz nett. Es gibt zwar kaum Gebäude, die mehr als 150 Jahre alt sind. An einigen Stellen treten die alten Häuser aber sehr geballt auf, was ein sehr schönes Bild ergibt.

Habe wahrscheinlich in Australien weniger Englisch gesprochen als in Asien. Außerdem nervte mich ein wenig die Lazy Bone Atmosphäre. Habe in Cairns 10 Minuten auf meinen Kaffee gewartet, obwohl nur 2 Leute vor mir bestellt hatten und an der Kasse wurde ich zur Begrüßung regelmäßig angegähnt.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich Australien auch so schön finde, wie viele andere. Ganz sicher war es aber eines der aufregendsten Länder… ach ja und definitiv das teuerste!

MfG u.s.w.
Andy aka Yps

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