Bosnien und Kroatien – Vielfalt ganz eng beieinander

Die Reisesaison ist wieder eröffnet! Schon nach dem Start hab ich gemerkt, ich bin wieder in Reise Laune. Reisen macht glücklich. Schon im Flieger, über den Wolken, mit der Sonne auf der Nase, wurde mir das wieder bewusst. Was als Städtereise nach Sarajevo für ein Wochenende geplant war, entwickelte sich zu einem einwöchigen Trip durch Bosnien und Kroatien, zwei Ex-Jugoslawischen Staaten, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

 

Sarajevo

Solltet ihr irgendwo einmal recherchiert haben, dass vom Flughafen ein Bus in die Innenstadt fährt, macht euch keine Hoffnung. Diesen Bus gibt es nicht. Man kommt aber, wenn man etwas gut zu Fuß und nicht zu schwer bepackt ist auch so ganz gut zum erstbesten Verkehrsknotenpunkt.

Was die äußeren Stadtteile nicht unbedingt erwarten lassen, die Alt-Stadt ist absolut sehenswert und wie die Reise in eine andere Welt. Alles wirkt sehr türkisch, mit den vielen Moscheen, Basaren, Händlern mit Silverwaren und Kaffee- und Teehäuschen. Auch wenn man der Kernbereich relativ schnell abgelaufen ist, kann man in den vielen kleinen Gassen immer noch etwas neues entdecken.

Sarajevo - Sebilj

Ziemlich bald nach Sonnenuntergang werden aber die Gehwege hochgeklappt.

 

Mostar

Ziemlich spontan gings für einen Tag nach Mostar. Noch auf dem Weg zum Busbahnhof war ich mir unsicher, zumal Hin- und Rücktour von Sarajevo gut 5 Stunden beanspruchen, um sich dann eine Brücke anzuschauen.

Mostar hat aber viel mehr zu bieten, als nur eine Brücke. Die Altstadt ist fast noch ein wenig schöner und beeindruckender, als die von Sarajevo. Von der Koski Mehmed Moschee hat man einen ziemlich guten Blick über die ganze Altstadt.

Der letzten Bus zurück nach Sarajevo war etwas überfüllt, weshalb ein 2. Bus eingesetzt wurde. Die Frühkommer duften den mit Beinfreiheit nehmen.

 

Dubrovnik

Manchmal habe ich Angst, dass ich durch meine vielen Reisen den Blick fürs Besondere verliere – und dann kommt Dubrovnik. Auf dem Weg vom Busbahnhof hab ich mich noch gefragt, warum ich eigentlich in der Altstadt übernachte, da der Rest auch schon ganz nett aussah. Nach Durchschreiten des Stadttores war dieser Gedanke aber schnell verworfen.

Die Stadt führt einen zurück in eine Zeit vor vielen 100 Jahren. Eine Zeit ohne Autos. Alte Gemäuer, enge Gassen voller Cafes und Restaurants, reich bestückte Orangenbäume. Dubrovnik ist einmalig und ein unbedingtes Must-visit.

Dubrovnik

Bei einer Tour auf der Stadtmauer kann man den alten Stadtkern von alten Winkeln beschauen. Auch lohnenswert ist der der Weg auf den Hügel neben der Stadt, der neben einem schönen Blick auf die Stadt und die kroatische Adriaküste auch noch ein Museum in einem etwas einsturzgefährdet wirkendem Gebäude beherbergt.

Wer kann und Zeit hat, sollte den Weg aber besser zu Fuß zurück legen, da die Seilbahn nach oben aus meiner Sicht etwas overpriced ist.

 

Plitvicer Seen

Mit dem Nachbus gings von Dubrivnik nach Zagreb und von da aus weiter mit dem Mietwagen zu den Plitvicer Seen.

Aufgrund der Witterung war der obere Teil leider noch abgesperrt, einige Wege wurden gerade erneuert, so dass man einige Bereiche eher inoffiziell erreichen konnte.

Dennoch sehr lohnenswert. Weger der unterschielichen Farbspiele des Wassers mit der Natur ist der Nationalpark wohl in jeder Jahreszeit sehenswert. Ich kann mir aber vorstellen, dass er im Sommer ziemlich überlaufen sein wird.

Plitvicer Seen

 

Zagreb

Zagreb wirkt kulturell erst einmal relativ unspannend. Man erkennt an vielen Stellen die langen Einflüsse Österreich-Ungarns. Was die Stadt nicht weniger sehenswert macht. Dennoch glänzt die Stadt eher durch Gemütlichkeit, als durch tatsächlich aufzählbare Sehenswürdigkeiten. Speziell die „Obere Stadt“ ist sehr nett anzusehen und hat viele viele schöne und preisgünstige Bars und Restaurants, die gefühlt rund um die Uhr geöffnet haben.

 

Was mich generell doch schon ziemlich störte, dieser permanente Zigarettenrauch, der einfach überall gegenwärtig ist.

Ansonsten war ich aber vollkommen zufrieden und sogar positiv überrascht von dieser Reise. Ich denke, noch einen Monat später wären die Temperaturen schon noch etwas netter und alles in allem auch etwas bunter und freundlicher, wenn der Frühling sich erst durchgesetzt hat. Eine zeitliche Nähe zum Off-Season bietet aber definitiv Vorteile.

Achja, noch ein Hinweis für die Englisch-Muffel, man kommt auch sehr gut mit Deutsch durch, speziell in den Touristen-Gegenden.

Noch ein Kommentar zum Flug: Germanwings scheint in den hinteren Reihen eine Holzbestuhlung für die 3. Klasse eingeführt zu haben. Aber bei 40 Euro und 90 Minuten Flug will ich mal nicht zu anspruchsvoll sein.

 

MfG u.s.w.
Andy aka Yps

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