Tag 11 – Cu Chi Tour

Es ist 7 Uhr und auf den Straßen herrscht geselliges Treiben. Sind das nicht die selben, die da gestern Abend auch schon standen? Was für ein Tag ist heut eigentlich? Das Frühstück ist hier sehr französisch. Als wäre man im Urlaub.

Ich bin wieder Mal in einen Bus eingestiegen, der schon mit blinkender Tankanzeige startet. Ich frage mich, wann wir das erste Mal schieben müssen…

Heute: Cu Chi Tunnel Tour.
Kommentar: Die Cu Chi Tunnel sind eine von vielen Tunnelsystemen im ganzen Land, in denen sich schon unter französischer Kolonialherrschaft Gerilla-Kämper versteckt hielten. Die Tunnel wurden während des Vietnamkrieges noch deutlich erweitert.

Es gibt einen Touri Tunnel für die großen europäischen Touristen.
Randinfo: In Saigon gibt es 7 Millionen Motorräder.

Es gibt ein paar schöne Tempel auf dem Weg raus aus Saigon. Bins aber müde sie zu fotografieren. Hab das Gefühl, 1/3 meiner Fotos sind Tempel. Kommentar: In Wahrheit ist es maximal 1/4.

Die Tunnel Tour war mal sehr aufregend. Kaum vorstellbar, dass da Leute gewohnt haben. Ich find die wenigen Minuten die Gänge entlangzukrabbeln schon sehr beengend. Ich habe das Gefühl, nach 30 Minuten läuft mir immer noch der Schweiß. Wahrscheinlich hohe Luftfeuchtigkeit, die danach auf meinem Körper kondensierte (daher im Keller im Sommer nie das Fenster auflassen)

Übrigens roch es darin wie in meinem Zimmer in Siem Reap. Zum Glück hatte ein Franzose ein iPhone mit ner vernünftigen Taschenlampe. Kommentar: Aha, musste schon überlegen, ob mir eigentlich männliche Franzosen auf der Reise begegnet sind. Ich musste alle paar Meter ein Foto machen. Kommentar: Manchmal war das Licht auf einmal weg, um nicht komplett aufgeschmissen zu sein, musste ich hin und wieder meinen Blitz bemühen. Ich glaub die Hälfte der in Cu Chi gemachten Fotos habe ich auf der Rücktour wieder gelöscht, weil es nur Zweckfotos waren.

Ich hab langsam das Gefühl, das Hupen im Straßenverkehr funktioniert wie ein Echolot, um die Entfernung zu den anderen Verkehrsteilnehmern besser einschätzen zu können.

Habe grad die größte Ratte gesehen, die mir je untergekommen ist. Irg. Hab mich schon gefragt, ob es hier keine gibt.

Irgendwie ist mir aufgefallen, dass ich noch einen Tag mehr habe als gedacht. Hab mich schon gefragt, warum ich nicht morgen mit der Mekong Tour starte.
Kommentar: Hatte gestern noch überlegt, wie ich sinnvollerweise die Zeit in Vietnam rumbekomme. Eigentlich ist heut relativ wenig geplant und der Tag morgen ist auch eher ein Überbrückungstag. Das obwohl Saigon allein nicht so richtig viel zu sehen hat. Hatte schon in Sihanoukville 2 Französinnen getroffen, die eine längere Tour von Nord- nach Südvietnam hinter sich hatten. Allein nach Hoi An wäre es aber ein Bustour von 20 Stunden gewesen. Das hat mich irgendwie abgeschreckt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass die Mekong Tour auch zum großen Teil aus Busfahren bestehen würde.

Merke: In Vietnam wird am meisten Koriander verwendet.

Musste tatsächlich bis zur zentralen Poststelle von Vietnam um meine Postkarten abzuschicken. Hier scheint sich wohl das Internet schneller/früher durchzusetzen als die Post.

Die weinende Jungfrau Maria und die Kathedrale Notre Dame von Saigon bei Nacht

Saigon bei Nacht ist einfach der Hammer. An allen möglichen Stellen, vor allen Plätzen und Parks versammeln sich Menschen und tun irgendetwas. Find die Idee mit den Nacht-Märkten auch sehr schön, aber wenn es auch 12 Stunden am Tag dunkel ist…

Mein Misstrauen ist in der Zwischenzeit so groß, dass ich heut den Typen im Tourismusbüro angekackt hab, der mir ein neues Visum besorgen sollte … (zu unrecht)…

Mein Pass ist langsam ganz schön voll mit Aufklebern und Stempeln, ich muss mal schauen, was so ein “Spaßvisum” in Jordanien kostet.

Reise ||

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