Eine Weltreise – Die Highlights

Es ist nicht ganz einfach, die Highlights der Reise zusammenzufassen, oder gar in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen, zumal es gerade auf den Plätzen zwischen 10 und 20 noch einmal eine Reihe von Veränderungen gab, weil Erinnerungen sich ändern und einzelne Wermutstropfen oder negative Aspekte eher in Vergessenheit geraten. Auch möchte ich Anmerken, dass es sich hier nicht um die Highlights aller meiner Reisen handelt, sondern sich nur auf die Weltreise bezieht, Angkor Wat z.B. kommt in diesem Ranking nicht vor.

Auch ist es recht schwierig, einen Tag oder einen Moment isoliert zu betrachten, manchmal scheint die „Sehenswürdigkeit“ eher klein und unbedeutend, der Moment ist aber perfekt, dafür fallen nahezu perfekte Gebäude wie z.B. Taj Mahal als dem Ranking heraus, weil das Drumherum nicht stimmte. Zudem sind überraschend viele Städte aus dem Ranking gerutscht, begeisternde Städte wie Istanbul, Tokyo und Shanghai musste sich den entlegensten Teilen der Erde geschlagen geben.

Lange Rede kurzer Sinn. Hier meine Toplist: Plätze 20 bis 11.

 

Platz 20

Kyoto – Golden Pavillon

Kyoto ist die kulturelle Hauptstadt Japans und besitzt mehr als 100 Tempel. Viele sind ganz hübsch, wahrscheinlich hat aber noch nie jemand alle Tempel gesehen. Es gibt etwa 10-20 Tempel, die man gesehen haben sollte, einen möchte ich hier besonders hervorheben: Den Goldenen Pavillon. Die oberen Etagen sind komplett mit Blattgold überzogen, ein einmaliger Anblick. Der Pavillon befindet sich am Rande eines Sees, aus dem richtigen Winkel spiegeln sich Pavillon, Bonsaibäume und Himmel im Wasser. Kleines Minus: Das komplette Gelände ist generell überfüllt und man wird quasi auf dem Fließband zu den einzelnen Fotostellen geleitet, damit man auch möglichst schnell wieder geht und so Platz für weitere Besucher macht.

Golden Pavillon

 

Platz 19

Goa – Dhugsagar Falls

Die beeindruckendsten Wasserfälle meiner Reise befanden sich in Goa, Indien, mitten im Dschungel. Bester Zeitpunkt für einen Besuch ist Anfang Oktober, direkt nach Ende der Regenzeit. Der Weg ist dann besonders abenteuerlich, mit dem Moped vorbei an Eisenbahngleisen, durch 40 cm tiefe Wasserläufe, die sich über die schlecht befestigten Straße ziehen, am Ende gehts noch zu Fuß gut 20-30 Minuten einen Berg hinauf. Die Aussicht ist mehr als lohnenswert. Am Fuße des Wasserfalls gibts einen kleinen See zum Baden. Das Wasser sollte man aber besser nicht trinken, auch wenn der indische Guide sagt, es wäre ok.

 

Platz 18

Türkei – Ephesos

Ephesos ist eines der größten zusammenhängenden Komplexe altgriechischer Baukunst auf der Welt. Man findet ein Theater, Badehäuser, die berühmte Celsius Bibliothek, genauso wie mehrgeschossige Wohnhäuser, alles in einem relativ guten Zustand. Interessant ist zudem die Ausrichtung des Straßensystems und die Lage der Gebäude zueinander. Man bekommt eine vage Vorstellung davon, wie beeindruckend diese Stadt vor 1500 Jahren gewesen sein muss, in einer Zeit, in der es nur wenige große Städte gab.

Ein wenig abseits befinden sich noch die Ruinen des Tempels der Artemis, eines der 7 Weltwunder der Antike, gegenüber dem Hauptkomplet ist diese Ruine aber recht unbeeindruckend.

Ephesos ist von Izmir relativ günstig mit dem Zug erreichbar. Man kann auch eine geführte Tour von dort aus buchen, die kostet aber gut das 10-fache. Auch hier wieder ein kleines Minus für die Besuchermassen. Beste Zeit für einen Besuch ist, trotz sengender Hitze, die Mittagszeit oder der frühe Nachmittag, da die meisten Touristen dann nach einem Schattenplatz suchen.

 

Platz 17

Java – Borobudur

Die Insel Java ist die am dichtesten besiedelte Insel Indonesiens. Städte wie Jakarta und Yogyakarta sind nicht unbedingt touristische Anziehungspunkte. Allerdings bietet gerade letztere 2 der beeindruckendsten Tempel der Welt, hier möchte ich Borobudur besonders hervorheben. Der Zugang zur Spitze des Tempels erfolgt über mehrere Terrassen. Jede Terrasse ist übersäht mit Wandreliefs und Buddhafiguren. Man kann hier Stunden verbringen und entdeckt doch immer wieder etwas Neues. Leider habe ich kein Foto machen können, was die Ausmaße des Tempels auch nur annähernd korrekt wiedergibt.

Borobudur Tempel

 

Platz 16

Sydney – Silvester

Mit der Silvesterparty in Sydney, unter der Harbour Bridge mit Blick auf die Oper, habe ich mir einen Jugendtraum erfüllt. Silvester in Sydney ist ein Tagesevent. Bereits am frühen Nachmittag pilgern die Menschen los, um sich die besten Plätze zu sichern, einige Spontanreisende verbringen gar eine Nacht hier, da Sydney an diesem Tag aus allen Nähten platzt. Der Tag fühlt sich aber weniger nach reiner Wartezeit an, sondern ist eher vergleichbar mit einem Tag im Park, in dem zugegebenermaßen noch 50.000 andere Menschen sitzen. Bereits um 18 Uhr beginnt das Programm. Das Hauptfeuerwerk um 24 Uhr ist atemberaubend. Nach so viel Zeit an der frischen Luft endet dann der Tag um 2 Uhr morgens – das ist mir wohl in Berlin zu Silvester noch nie passiert.

 

Platz 15

Vegas, Baby!

Eine Stadt hat es dann doch ins Ranking geschafft: Sin City Las Vegas. Die Stadt ist absolut durchgeknallt. Es blinkt und klimpert an allen Ecken. Jedes Hotel hat sein eigenes Thema: Paris, New York, Rom… Wer möchte, braucht sein Hotel niemals zu verlassen. Neben einem Casino findet man auch überall gute Shoppingmöglichkeiten. Zudem gibts jede Menge Alkohol. Ein betrunkener Spieler ist ein guter Spieler. Vernunft ist hinderlich. In Las Vegas ist Zeit relativ. Einige Hotels haben sogar simulierte Tages- und Nachtzeiten. Auch wenn Las Vegas eine Ansammlung von Klischees ist, ist die Stadt doch etwas, das man erlebt haben muss.

Las Vegas

 

Platz 14

Indien – Jodhpur

Gleich noch eine Stadt und schon die 2. Sehenswürdigkeit aus Indien: Jodhpur, die blaue Stadt im „Land der Könige“.

In Jodhpur leben nur wenige Menschen vom Tourismus, so kommt es, dass man zwar als fremd wahrgenommen, aber nicht permanent angebettelt wird. Die Stadt besteht aus einer Vielzahl von blauen Häusern, früher ein Zeichen, dass dort Geistliche leben. Das Ausmaß der Farbenpracht ist von der Meherangarh-Festung sichtbar, welche auf einem Felsen oberhalb der Stadt thront und von beeindruckenden Mauern geschützt ist. Quasi direkt am Hang des Felsens befindet sich zudem ein Tempel, der von überall in der Stadt sichtbar ist.

Die Stadt erwacht mit Sonnenaufgang. Die Geräusche, von denen man geweckt wird, stammen aber von Affen, die sich über die Häuserdächer fortbewegen.

 

Platz 13

San Francisco – Cable Car

Die Cable Cars einfach als alte Straßenbahnen zu bezeichnet wird ihnen nicht annähernd gerecht. Anfangs wollte ich gar nicht mitfahren, es lohnt sich aber. Die fahrt kommt eher einer Achterbahn gleich, natürlich in sehr gemäßigtem Tempo und ohne Überschlag. Der Fahrer muss aber ganze körperliche Arbeit leisten. Bergauf klingt sich die Bahn in ein unterindisches Seil ein und lässt sich daran hochziehen. Der Fahrer sieht derweil aus, als müsse er sich persönlich an diesem Seil festhalten. Bergab wird die „Klammer“ gelöst und das Cable Car rollt, zumeist ein wenig unkontrolliert gebremst, den Berg herunter. Oft kommt das Cable Car dabei erst mitten auf der nächsten Kreuzung zum Stehen. Empfehlung: Unbedingt mitfahren und als Autofahrer niemals auf seine Vorfahrt pochen.

 

Platz 12

Türkei – Kappadokien

Eine der einmaligsten Landschaften findet man in Kappadokien in der zentralen Türkei. Meterhohe Asche-Gesteinsschichten wurden über Jahrtausende durch Wind und Wasser teilweise abgetragen, zurück bleibt eine surreale Landschaft aus Felsen und Schluchten. Diese Felsen wurden viele Jahrhunderte lang als Wohnraum vom Menschen genutzt. Einige Höhlen führen so weit in den Berg hinein, dass an Tageslicht nicht mehr zu denken ist. Ein unterirdisches Labyrinth aus Gängen und Kammern, das man an vielen Stellen ungeführt erkunden kann. Ein echtes Abenteuer.

 

Platz 11

Peru – Islas de Uros

Besucht man die peruanische Seite des Titikakasees, kommt man an den Islas de Uros nicht vorbei. Die Inseln bestehen aus mehreren zusammengebundenen Erd-Klötzen. Die Fläche dazwischen wird mit Schilf ausgelegt und permanent erneuert. Es gibt etwa 80 dieser schwimmenden Inseln, jede für sich ist ein eigenes Dorf. Definitiv eines der interessantesten Wohnraumkonzepte der Welt, wenn es auch heute hauptsächlich touristisch anmutet.

 

Die Plätze 10 bis 1 folgen demnächst.

 

MfG u.s.w.
Andy aka Yps

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