Tag 11 – Cu Chi Tour

Es ist 7 Uhr und auf den Straßen herrscht geselliges Treiben. Sind das nicht die selben, die da gestern Abend auch schon standen? Was für ein Tag ist heut eigentlich? Das Frühstück ist hier sehr französisch. Als wäre man im Urlaub.

Ich bin wieder Mal in einen Bus eingestiegen, der schon mit blinkender Tankanzeige startet. Ich frage mich, wann wir das erste Mal schieben müssen…

Heute: Cu Chi Tunnel Tour.
Kommentar: Die Cu Chi Tunnel sind eine von vielen Tunnelsystemen im ganzen Land, in denen sich schon unter französischer Kolonialherrschaft Gerilla-Kämper versteckt hielten. Die Tunnel wurden während des Vietnamkrieges noch deutlich erweitert.

Es gibt einen Touri Tunnel für die großen europäischen Touristen.
Randinfo: In Saigon gibt es 7 Millionen Motorräder.

Es gibt ein paar schöne Tempel auf dem Weg raus aus Saigon. Bins aber müde sie zu fotografieren. Hab das Gefühl, 1/3 meiner Fotos sind Tempel. Kommentar: In Wahrheit ist es maximal 1/4.

Die Tunnel Tour war mal sehr aufregend. Kaum vorstellbar, dass da Leute gewohnt haben. Ich find die wenigen Minuten die Gänge entlangzukrabbeln schon sehr beengend. Ich habe das Gefühl, nach 30 Minuten läuft mir immer noch der Schweiß. Wahrscheinlich hohe Luftfeuchtigkeit, die danach auf meinem Körper kondensierte (daher im Keller im Sommer nie das Fenster auflassen)

Übrigens roch es darin wie in meinem Zimmer in Siem Reap. Zum Glück hatte ein Franzose ein iPhone mit ner vernünftigen Taschenlampe. Kommentar: Aha, musste schon überlegen, ob mir eigentlich männliche Franzosen auf der Reise begegnet sind. Ich musste alle paar Meter ein Foto machen. Kommentar: Manchmal war das Licht auf einmal weg, um nicht komplett aufgeschmissen zu sein, musste ich hin und wieder meinen Blitz bemühen. Ich glaub die Hälfte der in Cu Chi gemachten Fotos habe ich auf der Rücktour wieder gelöscht, weil es nur Zweckfotos waren.

Ich hab langsam das Gefühl, das Hupen im Straßenverkehr funktioniert wie ein Echolot, um die Entfernung zu den anderen Verkehrsteilnehmern besser einschätzen zu können.

Habe grad die größte Ratte gesehen, die mir je untergekommen ist. Irg. Hab mich schon gefragt, ob es hier keine gibt.

Irgendwie ist mir aufgefallen, dass ich noch einen Tag mehr habe als gedacht. Hab mich schon gefragt, warum ich nicht morgen mit der Mekong Tour starte.
Kommentar: Hatte gestern noch überlegt, wie ich sinnvollerweise die Zeit in Vietnam rumbekomme. Eigentlich ist heut relativ wenig geplant und der Tag morgen ist auch eher ein Überbrückungstag. Das obwohl Saigon allein nicht so richtig viel zu sehen hat. Hatte schon in Sihanoukville 2 Französinnen getroffen, die eine längere Tour von Nord- nach Südvietnam hinter sich hatten. Allein nach Hoi An wäre es aber ein Bustour von 20 Stunden gewesen. Das hat mich irgendwie abgeschreckt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass die Mekong Tour auch zum großen Teil aus Busfahren bestehen würde.

Merke: In Vietnam wird am meisten Koriander verwendet.

Musste tatsächlich bis zur zentralen Poststelle von Vietnam um meine Postkarten abzuschicken. Hier scheint sich wohl das Internet schneller/früher durchzusetzen als die Post.

Die weinende Jungfrau Maria und die Kathedrale Notre Dame von Saigon bei Nacht

Saigon bei Nacht ist einfach der Hammer. An allen möglichen Stellen, vor allen Plätzen und Parks versammeln sich Menschen und tun irgendetwas. Find die Idee mit den Nacht-Märkten auch sehr schön, aber wenn es auch 12 Stunden am Tag dunkel ist…

Mein Misstrauen ist in der Zwischenzeit so groß, dass ich heut den Typen im Tourismusbüro angekackt hab, der mir ein neues Visum besorgen sollte … (zu unrecht)…

Mein Pass ist langsam ganz schön voll mit Aufklebern und Stempeln, ich muss mal schauen, was so ein “Spaßvisum” in Jordanien kostet.

Geschrieben am 07.10.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 10 – Das hätte auch schlimmer enden können

0:30 Uhr. Hab fast 1,5 Stunden weniger noch Phnom Penh gebraucht als bei der Hintour. Die Stadt sieht bei Nacht auch sehr schön aus. Ich geb ihr wohl noch eine Chance.

Musste doch wieder den Bus wechseln, Schade, dass hier meine letzte Station ist, wenn ich hier eh ständig vorbeikomme. Kommentar: Zum Glück war das meine letzte Station. Kambodscha und Phnom Penh waren soooo viel angenehmer als Saigon. Das wäre kein guter Abschluss gewesen.

Der Bus für die lange Fahrt ist natürlich kein Nachtbus. Zum Glück hab ich schon etwas geschlafen.
Interessanterweise werden die Busse hier auch als Post-Transporter zwischen den großen Städten verwendet.

Der Busfahrer hupt seit dem ersten Tageslicht wieder alles an, was sich bewegt. An Schlafen ist so nicht mehr zu denken. Frühstückspause = Nudelsuppe. Nicht so geil.

Achja, es ist kurz vor 8. Goog Morning Vietnam!
Die Einreise war hier deutlich unkomplizierter als nach Kambodscha. Und ich hab einen Visastempel bis Anfang September bekommen, hätte also doch von Saigon fliegen können.

Ich fühl mich grad wie ein vollgesaugter Schwamm und als ob jeder neue Eindruck einen alten verschwinden lässt. Ich brauche mal wieder richtig Schlaf.

Saigon muss so etwas wie die Mega-Shoppingmetropole Südostasiens sein. Hab auch das Gefühl wir fahren schon 1 Stunde durch diese Stadt und sind immer noch nicht am Busbahnhof.

Das passiert wenn man nur mit halben Kopf dabei ist. Wurde vom Taxifahrer, Kommentar: der mich auch noch ziemlich abgezockt hat, nur im Kries gefahren ist und dann auch noch einen unverschämten Betrag verlangt hat für eine Strecke, die ich in 5 Minuten gelaufen wäre, an irgendeiner x-beliebigen Straßenecke abgesetzt nachdem er schon 3x im Kreis gefahren ist.

Kommentar: Hab dann das erstbeste Hostel genommen, was nicht das war, was ich mir herausgesucht hatte.
War aber egal, wollten nur duschen und mich kurz hinlegen. Klappte leider nicht, weil das Zimmer noch nicht fertig war. Ok, also erst die nächsten Tage planen. Hatte quasi schon wieder mein ganzes Bargeld ausgegeben, als mir auffiel, dass meine Kreditkarte fehlte.
Hab vor lauter Aufregung die Visa-Karte im ATM stecken lassen. Konnte den Automaten aber tatsächlich wieder finden. Zum Glück konnte ich auch Geld mit meiner deutschen EC-Karte abholen und so den Rest des Urlaubs planen. So viel Aufregung.

Saigon ist eine schöne Stadt. Ich vermisse es aber einen Stadtplan in Händen zu halten und nicht gleich von 3 Motorradfahrern umzingelt zu sein.

Saigon bekommt auf meiner Service Weltkarte ein ganz dickes Bienchen. Nur 3-4 Stunden nach Feststellung des Fehlens hatte ich meine Kreditkarte wieder.

Saigon ist im Regen fast etwas frisch. Ich hätte eine Jacke mitnehmen sollen.
Die Stadt hat wenig richtig beeindruckendes, bis auf den Verkehr, ist aber insgesamt ganz hübsch. “Sehenswürdigkeiten” sind aber recht schnell abgedeckt.

Saigon - Ho Chi Minh City, Nguyen Han

Interessant: Obwohl Vietnam sehr viel mehr Küste hat, ist hier Seafood weit weniger populär.
Interessant 2: Gewaschene Wäsche trocknet hier erst am Körper zu 100%, es sei denn, man schwitz vorher schon wieder.

Immer wenn es dunkel wird, erscheinen hier die Städte in einem ganz anderen Licht. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Doofe Floskeln, kanns aber nicht anders beschreiben.

Geschrieben am 05.10.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 9 – Tag des Regens

Als wolle das Wetter es mir so richtig beweisen, hat es bisher den ganzen Tag geregnet. Quasi “monsunartig”. Das nenn ich einen Regen. Die Schotterstraßen habens erstaunlich gut überstanden.
Kommentar: Bin ein paar mal im Regen vom Hostel zum Strand geflitzt um meinen Bus zu organisieren und Fotos zu machen. Wurde von einem Tuk Tuk Fahrer angefeuert. Der hat bei dem Wetter wohl nicht so viel zu tun gehabt.

Otres Beach, Sihanoukville bei Regen

Heute gehts mit dem Nachtbus nach Ho Chi Minh City. Ich werde den Ort hier vermissen. Mit der richtigen Party-Stimmung kann man hier auch mal eine Weile versacken.

P.S.: Hab in der Zwischenzeit doch ein paar Mückenstiche. Kommentar: Ach da war das. Jaja, Mückschutz in wassennähe schon klar. Nun hab ich schon das Mega-Insektenzeug und benutze es nicht. Sschön blöd.
P.P.S.: Das Meer ist hier der Hammer, ich bin ja sonst nicht so der Wasser Typ…
P.P.P.S.: Meine neueste Entdeckung – Bananen Shake mit Snickers
P.P.P.P.S.: Mein Hostelbesitzer kann deutsch: “Du”, “Du hast”, “Du hast mich”…

Halbe Stunde noch. Ich bin schon wieder heiß. Unter anderen Umständen könnte man es auch gut noch eine Weile hier aushalten. Kommentar: Bin ja schon froh, dass ich nicht mehr so hippelig wie am Anfang war, sonst hätte ich diesen tollen Gammeltag verpasst. Fange grad an, mich an die Leute zu gewöhnen.

Was ich heute gemacht habe? Nichts! Gelesen, gegessen, getrunken. Mein Chill-out Tag in 3 Wochen Urlaub.

Cool. Ich habe einen echten Nachtbus noch Ho Chi Minh City, Kommentar: Naja, aber bis Phnom Penh., mit fast Liegesitzen und decken.

Geschrieben am 04.10.2012 von Yps in Privat | 0 Kommentare |

Tag 8 – Tag der Shrimps

Aufstehen um 7. Ich gewöhn mich langsam dran. Yoga am Strand und noch einem großen aber einfachen Frühstück ab nach Ream. Außer mir noch noch 2 Französinnen. Mal sehen, ob es noch mehr werden. Kommentar: Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte, aber Franzosen gabs da wie Sand am Meer. Hab bisher mit der Tour-Größe aber immer Glück gehabt. Kommentar: Später kam noch eine Gruppe aus 4 Italienern hinzu.

Großartig auf wieviele Arten man hier tanken kann. Dieses Mal wurde einfach ein Kanister mit einem Trichter eingefüllt, ganz ohne Pumpe.

Unheimlich beeindruckende Natur. Dabei vergisst man fast die sozialen Probleme im Land. Unser Guide erzählte, dass er mit 3 Geschwistern und seinen Eltern unter einem Dach lebt.

Das Wetter ist ein wenig rau hier draußen. Man merkt den Übergang vom See zum Meer. Der Bootsfahrer macht sich einen Spaß draus mit dem kleinen Holzboot durch die Wellen zu jagen. Etwas aufregend. Das Gewittergrollen des aufziehenden Monsun macht das ganze sehr abenteuerlich. Heute gibts den ersten Regen, seit in ich Kambodscha angekommen bin. Das ist Regenzeit?

In der Zwischenzeit pendel ich zwischen den verschiedenen Müde-Zuständen, aufsteh-müde, satt-müde, Bettgeh-müde.

Kommentar: Dieser Tag ist von den Aufzeichnungen etwas dürftig, daher noch ein paar kleine Nachträge. Unser Guide erklärte uns an einem Brunnen mit recht dreckigem Wasser, das wäre “for dringing and cooking”, cooking hörte sich aber an wie “Cocain”. Waren erst etwas irritiert von seiner Selbstverständlichkeit davon zu erzählen.
Am Strand wurden Shrimps getrocknet und mit Naturfarbe rot eingefärbt. Grund: Die Händler wollen sie nur, wenn sich rot sind.

Wish you were here Cambodia 2012

Wollte ein “Wish you were here” in den Strand schreiben, hat auch geklappt. Nur bevor ich das Foto machen konnte, kam eine Welle und wischte es weg. Versuch 3 hat dann geklappt.

Geschrieben am 03.10.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 7 – Ich hasse Busfahrten

6 Uhr. Halbe Strecke ist geschafft. Kommentar: Jedenfalls laut Zeitplan. Hab aber noch gut 8 Stunden gebraucht. Alle im Bus sind wach. Das ist wohl die schlechteste Straße, die ich je gesehen hab. Kommentar: Diese superlativen verlieren langsam an Gewicht, ist aber so gewesen :-P Und das ist eine der Hauptverkehrsaders. Derweil geht die Sonne über dem Mekong Delta auf. Atemberaubend. Was für ein geschäftiges Treiben hier um diese Zeit schon herrscht.

In Phnom Penh umsteigen und Busbahnhof wechseln. Das stand aber so nicht in der Broschüre. Jedenfalls gehts jetzt um 8 weiter, obwohl auf dem Anschlussticket 9:30 Uhr steht. Kommentar: Am Busbahnhof hatte sich jemand über den Aufenthalt beschwert, so dass der Busfahrer kurzerhand alle mitgenommen hat, die nach Sihanoukville wollten. Dementsprechend gabs dann auch nicht genug Sitzplätze für alle. Alles ganz normal.

Der Bus für die 4 Stunden Fahrt ist wenigstens ein echter Reisebus, mit Beinfreiheit und Toilette, nicht wie der für die 8 Stunden Tour.

Ich bin im Paradies! Lazy Beach ist raus. “Moonlight Rock” ist drin! Direkt neben dem “Wish you were here”, das gerade Urlaub macht oder so, aber am selben Traumstrand. Kommentar: Hatte schon überlegt einfach direkt weiter nach Saigon zu fahren, nachdem das Hostel, dass mit Dani nach dem Reinfall in Siem Reap rausgesucht hatte geschlossen war und das Boot zum Lazy Beach erst am nächsten Tag wieder gefahren wäre. Hab ich zum Glück nicht gemacht. Hatte dann aber im Internet Cafe noch jemanden getroffen, der mir das “Moonlight Rock” empfohlen hat. Recht überschaubar von den Touris her, aber Bar an Bar an Restaurant an Restaurant. Kommentar: Und trotzdem hab ich jede Malzeit und jedes Getränk im “Moonlight Rock” zu mir genommen. Hier lass ich mich ein paar Tage treiben. Erst einmal Kraft sammeln für die nächste Mega Bustour.

Otres Beach in Sihanoukville

Die Innenstadt ist ganz schön weit weg, aber die ist eh nicht der Hammer.
Wo bin ich hier gelandet. Wird sich erstmal schön einen gebaut, ein anderer Gast hat sich um 17 Uhr ein englisches Frühstück reingezogen, weil er zum Frühstück schon Burger hatte und ich trinke schon seit 16 Uhr Alkohol. Heute treffe ich keine intelligenten Entscheidungen mehr.

Ach ja und ATM spukt mir hier nur 100 Dollar Scheine aus, praktisch in Kambodscha.

Sideseeing wieder morgen.
Und aus der Anlage Red Hot Chili Peppers: “take me to the place I love…”

Wollte grad zum Internet Cafe, sah das Wasser und bin am Strand versackt. Sorry Leute! Auf einem Schild steht: “A Joint 1,50 $”

21 Uhr. Das Leben ist schön. “Es gibt nichts zu verbessern, nichts das noch besser wär, außer dir und jetzt und hier und dem Tag am Meer…”

Geiles Einschlafgefühl bei fast 30 Grad in einer Holzhütte, Reggae-Musik aus der Bar und dezentes Meeresrauschen. Die Sterne sind hier auch der Hammer…

Geschrieben am 18.09.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 6 – Tempeltour die 2.

Die Euphorie ist nicht mehr ganz so groß, aber wieder ein wenig zurück. Sitze hier jetzt oben auf einem Tempel, wie auf einem Thron. Von Sicherheit halten die hier nicht viel. Dass ich auch immer überall raufklettern muss. Kommentar: Die bin ich wie ein Katze. Erst kanns nicht hoch genug gehen und nachher muss die Feuerwehr kommen, weil ich mich nicht allein vom Baum wieder herunter traue :-P

PS: Kühe sind hier überall und scheuen auch nicht davor zurück einfach mal so auf die Straße zu laufen.
PPS: Fange in der Zwischenzeit an, meine Gedanken auf englisch zu formulieren.

Große Spinnen gibt es hier also auch. Igitt!!

An den Tempeln gibts manchmal Bands, die aus Landmienenopfern bestehen. Auch direkt im Tourismuszentrum sind noch Reste möglich.

Bin nun doch noch mal in einem interessanten Tempel gelandet, Ich vermute, die Fotos werden aber nichts für die Allgemeinheit sein. Vor Ort setzt aber immer noch das “Wow!” ein. Kommentar: Zwischenzeitlich hatte ich schon eine Stunde im selben Tempel zugebracht und mit meinem Selbstauslöser rumgespielt, weil mit der Tempel allein nicht aufregend genug war.

Tonle Sap. Zum ersten Mal Tuk Tuk. War staubig, sonst ok. Auf dem Weg wurden die Dörfer immer ärmer, aber die Menschen sahen zufrieden aus. Müll wird hier entsorgt wo er entsteht.

Bin allein auf der Bootstour. Ineffizient. Kommentar: Hab ich das Wort wirklich im Urlaub gedacht? Fands echt toll, dass ich die Tour nicht in einer großen Reisegruppe gemacht hab. Kleine Boote sind schwimmende Händler, die immer Mal das übliche anbieten.

Mache grad eine mordsteure (15$) Tour durch die Mangrovenwälder des Tonle Sap. Wie kann man nur von einem Land auf so viele Wiesen beeindruckt sein. Irgendwie niedlich, dass meine kleine Fahrerin hier draußen von einem Insekt (zugegeben recht groß) aufgeschreckt wird. Ein Hinweis, dass ich mir den Kopf nicht stoßen soll wäre beim Schreiben nett…. DONE! Kommentar: Hatte mich gerade umgedreht um ein Foto zu machen, als meine Fahrerin in “Ahhhh” ausstößt. Konnte mich gerade noch rechtzeitig wegducken. Glück gehabt.

Mangrovenwald am Tonle Sap Lake

Punkt 0 Uhr gehts auf nach Sihanoukville. Keine weitere Nacht in diesem Hostel! Siem Reap ist eh ziemlich abgedeckt.

Randbemerkung: Ich kann gar nicht fassen, wie zahrt meine Füße noch der Fish Massage sind.
Doof, dass meine letzte Station Phnom Penh ist. Das einzige, was ich geplant hab, schränkt mich jetzt ein. Naja. Kommentar: Ich fands am Ende so schön Phnom Penh als letztes gesehen zu haben und nicht Saigon als letzte Station gehabt zu haben. Auch wenn ich mir ein Visum hätte sparen können. Da ich das erste für Kambodscha eh nicht selbst gezahlt hab, passt das schon.

Heute: Hand-Rücken-Kopf Massage. Die Asiaten gehen ja ganz schön ran bei europäischen Männern. Ist es unangemessen, wenn es mich anmacht, dass so eine zierliche Person an mir rumzerrt?

Warten ist echt schlimm. Was für schlechte chinesische Karate Kid Abklatsche es gibt. Kommentar: Der kann eh nicht ernstgemeint gewesen sein. Enthielt auch Elemente von Rocky. War schon echt mega-schlecht. Was soll man machen.

Interessant: Hat man jemanden einmal bezahlt, ist der auch noch länger nett zu dir. Kommentar: Um Missverständnisse vorzubeugen, es ging hier um meinen Tour-Guide für Angkor Wat.
Interessant 2: Aus Pietätsgründen gestrichen.

23:22 Uhr. Pick Up Bus ist da. Wieder mal zu früh. Und Wasser bekomm ich auch hinterher getragen.

Geschrieben am 17.09.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 5 – Angkor

Der Kaffee hier ist noch schlimmer als in Bangkok. Keine Bohnen nur Instant. Kommentar: Glücklicherweise lag das am Hostel. Aber bereits am Abend hatte ich den ersten richtig guten Kaffee meines Urlaubs.
Internet ist hier wohl noch 56k. Computer streikt aktuell völlig. “Maybe in the afternoon” Kommentar: War nachmittags im Internet Cafe um meine ersten Fotos bei Dropbox hochgeladen. Hab gefragt, ob sie High Speed Internet hätten. Sie schauten mich an, als hätte ich gefragt, ob es Strom gibt.

Angkor Wat. Dieser Ort steckt voller Leben. Es gibt viele Touristen, verteilen sich aber gut. Es gibt hier so unglaublich viele Rückzugsorte. So kann man die komplette Energie aufnehmen. Die Khmer scheinen zu wissen, was sie hier geschaffen haben. Ich bin einmal mehr schwer beeindruckt.

Angkor Wat

Touris mit Supermarkt-Tüten im Tempel: “Let’s play Germans. But then it has to be Aldi.” Immer diese Vorurteile.

Der Bayor Tempel ist schon deutlich weniger erschlossen. Mehr eine Ruine als ein Tempel, kann man hier aber überall frei umherstreifen. Kommentar: Ich glaub, Stünden einige der Tempel in Deutschland, dürfte man nur vordefinierte Wege nutzen und das würde man auch mit Nachdruck durchsetzen. Hier steht man teilweise in 10 Metern Höhe ohne Absperrung, läuft durch nahezu eingestürzte Gänge, das ist Abenteuer.

Habe frei lebende Affen gesehen. Bin aber wenig beeindruckt.
Irgendwie riecht es hier wie in meinem Hostel.

Muss zu meinerr Schande gestehen, dass ich meinen Guide immer noch nicht auf Anhieb erkenne. Jeder der mich anlächelt könnte es potenziell sein. Aber hier lächelt jeder.

In der Zwischenzeit stellt sich ein Gedanke ein, den Marek hervorbrachte: Man ist vielleicht freier in der Gestaltung, wenn man allein unterwegs ist und geht mehr Risiken ein, dafür teilt später auch keiner die Erinnerungen. Kommentar: Das hätte auch als Fazit auf der letzten Seite stehen können.

Mir fällt auf, dass es hier sehr viel weniger Plastiktüten gibt als in Bangkok. Sind Tüten eun Beutel etwa ein Zeichen von Wohlstand?

Achja, Ta Som: Sehr interessant zu sehen, wie sich die Natur mit der Zeit ihren Platz zurückerobert. Kaum zu glauben, dass das nun schon restauriert ist. So langsam werde ich aber tempelmüde.

Randnotiz: Japaner und Franzosen müssen hier irgendwo auf Bäumen wachsen.
Der Monsun ist hier irgendwie anders.

Erste Angkor Tour nach 6 Stunden vorbei. Werd mal noch ein wenig die Stadt anschauen und versuchen die ersten Fotos irgendwo hochzuladen.

Hatte eben eine Fish Massage.

Am Abend kommt Siem Reap noch einmal in Fahrt. Klar, es ist Samstag, aber es gibt hier auch eine komplette Straße Bar an Bar. Kommentar: Das Nachtleben hat mich insgesamt sehr fasziniert. Egal in welcher Stadt. So penetrant die Leute auch beim Verkaufen sind, nett sind sie. Manchmal quatschen sie auch einfach, selbst wenn man nichts kauft. Kommentar: Die meisten “älteren” haben hier englisch gelernt, indem sie mit Touristen geredet und sich einfach jedes Mal mehr Wörter gemerkt haben. Learning by doing.

Und immer diese Deutschen…! Mir ist zudem aufgefallen, dass Kambodscha extrem Fisch-orientiert ist, auch hier mitten im Land.

Kleine Anekdote: Habe heut in Angkor schon einen Ticket Kontrolleur weggeschickt, weil ich dachte, er will mir was verkaufen.

Geschrieben am 16.09.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 4 – Aufbruch nach Terabitien

ähm, nach Cambodia natürlich.
9:40 Uhr: Im Bus angekommen. Sieht ganz zivilisiert aus. Kommentar: ich wüsste gern, ob ich das am Ende der Fahrt auch noch dachte, aber wahrscheinlich ist die Busfahrt auch einfacher, wenn man ausgeschlafen einsteigt. Mal sehen, was die Klimaanlage kann. Hab das Gefühl, ich wäre seit einer Woche unterwegs, dabei geht das Abenteuer jetzt erst wirklich los.

Bus startet 5 Minuten zu früh. Wo bleibt denn da das akademische Viertel.

Grad erst eine halbe Stunde aus Bangkok weg und schon hab ich Häuser in Armutsverhältnissen gesehen, die das in Bangkok gesehene deutlich übertreffen. Versuche mich daran zu gewöhnen, dass das ganze noch so weitergeht. Direkt gegenüber wieder prunkvolle Tempel…

Blumenverkäufer im Stau, wie bei uns Fensterputzer an der Ampel.

Noch ein paar Randnotizen:
* Umweltschutz gibts hier nicht, Papier auch nicht, dafür wird jede gekaufte Wasserflasche in eine Plastiktüte verpackt. Verzichte in der Zwischenzeit.
* Thailand ist Pepsi-Land. Selbst Hinweise auf Sehenswürdigkeiten haben teilweise Pepsi-Logos.

Dennoch wirkt alles sehr aufgeschlossen. Dem europäischen Touri im Reisebus winkt man nett.
Die Straßen werden immer enger und die Überholmanöver des Busfahrers halsbrecherischer.
Interessante Industriezweige entdeckt man am Straßenrand. Kommentar: Die müssen da Erde oder Sand oder Dünger exportiert haben. Vielleicht ist die Erde hier so sehr fruchtbar. Auch so eine Art Mulch wurde Säckeweise zusammengeschippt.

Ganz schön massive Grenzabsicherung. Nicht zum ersten Mal steigt jemand ein zum zählen, Passcheck etc… 30 km noch.

Cambodia! Also es war recht unkompliziert, Hatten jemanden, der uns gut über die Grenze geleitet hat. Habe von dort ein Taxi mit einem deutschen und 2 Japanerinnen genommen. 60 Baht Pro Person (Ca 15 Euro). Kommentar: Der deutsche hat mir Visum und Taxi bezahlt, weil die an der Grenze nur Baht wollten und ich schön mein rechtliches Geld in Bangkok ausgegeben hab. Das Geld hat er nie wieder bekommen.

Grenze Thailand / Cambodia in Poipet

Kambodscha ist ein Schock. Kommentar: Die Aussage einfach mal merken :-P Wer den ärmsten Teil von Bangkok gesehen hat, hat keine Vorstellung, wie es in Poipet aussieht. Überall Sand auf den Straßen. Ich fühl mich wie in Afrika. Ich vermute Siem Reap wird wieder mehr touristischer, Meine Vorstellungen entsprachen dem nicht zur Hälfte.

Haben grad an einen ziemlich verlassenen Kiosk direkt an der Straße gehalten. Ein Tankstelle, wie sich herausstellte. Oh Mann!

Es ist halb 7 und fast dunkel. Unheimlich. Heißt wohl früh aufstehen zum Tempel anschauen. Kommentar: Das war ja noch fast ausschlafen im Vergleich zu dem, was danach noch folgte.

Hostel ist ein Grauss. Wurde mit dem Moped zum Hostel gefahren. Das bei dem Verkehr. Hatte etwas Angst.
Sehr rustikal. Hygiene: Naja. Tempeltour ist gebucht. Um 9 gehts los. Weiß noch nicht, ob man hier nicht ziemlich verarscht wird. Kommentar: Wurde man nicht. Tour-Guide ist pünktlich erschienen und blieb… Vielleicht nächstes Mal doch mehr eigene Planung.

Gewöhne mich langsam an den Schock. Kommentar: es ist noch der selbe Tag… Werde Mal mein Schlafsack Inlay rausholen. Mein Zimmer hat sogar mal einen Fernseher. Aber auf so einen kann ich verzichten. Kommentar: Der ging übrigens nur auf volle Lautstärke. Leiser nicht möglich.

Hab von den japanischen Mädels erfahren, dass die hier ziemlich scharf auf Tipp sind. Kommentar: Die hatten nicht gleich bei ihrem Tuk Tuk-Fahrer die Angkor Tour gebucht, weshalb der ein saftiges Trinkgeld haben wollte, für die Tour zum Hostel. Kein Wunder bei den Preisen. Wenn man, haben sie grundsätzlich kein Wechselgeld. Mir tun 50 Cent nicht weh, für die ist das ein halbes Tagesgehalt. Von den Menschen hier wurde ich bisher aber nicht enttäuscht.

Geschrieben am 12.09.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 3 – Ping Pong Show

Zoo. Ja, ich dachte, ich schau mir Mal die einheimische Tierwelt in Gefangenschaft an. Hab im Kopf runtergerechnet, was ich maximal zahlen würde und das tiefstmögliche angesetzt. 100 Baht (ungefähr 2,50 Euro) hab ich mir dann mal gegönnt. Das schönste war die Ruhe und die einheimische Menschenwelt. Wurde um ein Foto gebeten. Dass am Ende ich und die Tochter auf dem Foto waren, war schon etwas suspekt.

Ein alter Bunker mitten im Zoo. Kühl, feucht, dunkel, bedrückend. Kommentar: gemessen an dem was an Bedrückung später auf der Reise noch folgte, war das nicht erwähnenswert.

Kommentar: Als kurze Überleitung, nach dem Zoo gings wieder zum Fluss, um von dort aus zum Temple of Dawn zu gelangen. Raubtierfütterung: Die einheimischen werfen altes Gebäck in den Fluss, ein Kampf zwischen Fischen und Tauben beginnt. Die Fische liegen teilweise quer an der Oberfläche, um die besten Plätze zu ergattern.

Immer wieder riesige Menschenansammlungen, ohne dass irgendein Grund ersichtlich ist. Kommentar: hab keine Idee, wann das gewesen sein soll. Soviel ist ja zwischen der Anlegestelle und der Fahrt auf dem Fluss an sich nicht passiert.

1000 Fähren und der Kampf um die besten Plätze. Kommentar: Klingt irgendwie wie der Satz mit den Fischen. Eine andere Fähre wurde von unserer resolut verdrängt, die revanchiert sich mit Abgasen und Wasserfontänen.

Wat Arun. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, ich bin total beeindruckt. Kommentar: Aha, hab grad noch jemandem berichtet, dass dieser Satz ungefähr auf jeder 2. Seite stehen muss. Vielleicht kann ich in 5 Tagen keine Tempel mehr sehen. Kommentar: Weniger! Aktuell kann ich mich nicht satt sehen, Diese Architektur und Liebe fürs Detail…

Wat Arun - Temple of Dawn

Seit 50 Minuten im selben Taxi. “The traffic is very jam” sagte ein einheimischer dazu.

Marek hat mich am letzten Abend noch in die Nachtszene entführt. Oder besser, ins Rotlicht. Das liegt nah beieinander. Ich habe keine große Schwäche für Asiatinnen, aber sei so viel jungem Fleisch…. Kommentar: Das mit der keine Schwäche für Asiatinnen hab ich später im Urlaub auch zurückgenommen.
Achtung: Ping Pong Show.

BTW: Hab heut die ersten Karkerlaken in unappetitlicher Größenordnung gesehen. Ansonsten Ungeziefer unspektakulär. Gute Überleitung… Danke Marek fürs hier sein… Kommentar: Den Einstieg in die Reise war durch diesen Umstand schon sehr einfach. Dafür wurde der Folgetag um so schlimmer…

Geschrieben am 11.09.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |

Tag 2 – der Tag der Sonne

Frühstück im Hostel verpennt. Geil. Egal.Kommentar: Ich hab den Rest des Urlaubs nie wieder so lange geschlafen wie am ersten Tag und ich bin froh, dass ich den Tag so lang geschlafen hab. Alle anderen Tage waren von früh morgens an verplant. Wie die Dusche kalt geht weiß ich auch nicht. Kommentar: Das Problem sollte sich in den meisten folgenden Hostels erübrigen. Touri Tour Go!

Habe mich so langsam an die Stadt gewöhnt. Fühl mich nicht heimisch, aber man weiß, wie sie tickt….
Bin auf dem Weg zum Busbahnhof in einem Park gelandet. Eine Quelle der Ruhe. Hier wird man nicht gefressen.

Bangkok vom Wasser ist überaus beeindruckend. Kommentar: Man sollte für das Wort beeindruckend 5 verschiedene Ausprägungen erfinden um die Eindrücke auf der Reise etwas zu unterscheiden. Außerdem bekommt man so mal etwas Wind ab. Sonnenbrille und Sonnencreme liegen im Hostel. Kommentar: Es gab nicht viele Tage an denen ich die Sonnencreme wirklich hätte brauchen könne. Hier aber schon…

Erstes Schreckerlebnis. Keine unbekannten Pfade nutzen. Habe heut das, sagen wir, bürgerliche Bangkok erkundet und stand auf einmal in einer Sackgasse. Trotzdem hinter mir 2 Einheimische. Glaub die haben auf einen Insidertipp gehofft. Kommentar: Oder ich stand bei denen im Garten und sie haben sich einfach gewundert, was ich da will. Ist mir übrigens auch nicht nur hier passiert. Tipp von Marek: “Keine Experimente. Umdrehen, zurücklaufen.” hilft.

Ich bin tief bewegt, im Tempel des Königspalastes. Ich weiß nicht, ob ich schon einmal so etwas prunkvolles gesehen habe. Bekomme das Verlangen zu meditieren. Fotos nicht erlaubt. Der Eintritt wäre sein Geld wert gewesen. Kommentar: Irgendwie waren die in Bangkok mit dem Eintritt verlangen nicht so sehr hinterher, auch wenn überall Preise dranstehen. Mir läuft es Einskalt den Rücken runter, als ich die Augen schließe. Ich schiebs auf die Ventilatoren.

16:47 Uhr: Grad den liegenden Buddha besichtigt, der so groß ist, dass er das Gebäude in dem er liegt vollständig ausfüllt, als der Monsun einsetzt. Endlich Abkühlung.
Monsun mit eienr Fußmassage überbrückt.. Mir tut jeder Teil meiner Füße weh. Hab sie wahrscheinlich eine wenig überansprucht. Die Templeanlage ist mittlerweile komplett verwaist. Hammer.

Wat Pho, Bangkok

When<- das erste Mal, dass ch eine Notiz auf englisch anfange.... Wenn Bangkok dunkel wird, wird es auch unheimlich. Werd mich nach dem Essen ins Hostel begeben. Reicht für einen Tag. Kommentar: Wollte hier eigentlich noch einen weiteren Tempel besuchen, hab ich aber auf dem Weg dorthin etwas verlaufen. Einige wollten mich privat mit dem Motorbike irgendwo hinfahren. Ich glaub das war etwas viel für den ersten Tag.

Geiler Effekt: Meine Brille beschlägt jedes Mal, wenn ich aus dem Skytrain aussteige. Derjenige darf sich zu Recht angesprochen fühlen: ja, beim nächsten Mal höre ich auf den Rat und leg mir zeitraumentsprechend Monatslinsen zu. Man darf doch aber beim ersten Mal noch skeptisch sein. Nach der kurzzeitig erlebten Erblindung, bin ich aber überzeugt.
Der erste Taxifahrer hat gleich einmal mein Ziel abgelehnt. Naja wollte wohl nicht im Stau stehen. Kommentar: Das Wort Stau hat in Bangkok eine superlative Bedeutung.

Hab schon 2x 100er mit 1000 verwechselt. Sind hier wohl ehrlicher als man denkt.
Kein Kommentar über meinen Sonnenbrand. Kommentar: Sonnenbrand ist übertrieben, aber Kopf und Arme stärk gefärbt, Oberkörper weiß. Sah schon scheiße aus.

Im TV läuft Pitch Black.

Geschrieben am 10.09.2012 von Yps in Reise | 0 Kommentare |
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